KAI BECKMANN

Hochschule RheinMain
RheinMain University of Applied Sciences
Wiesbaden Rüsselsheim
Fachbereich Design, Informatik, Medien
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Ausführliche Beschreibung

Das modellbasierte und automatisierte Testen ermöglicht die effiziente
Verbesserung der Software-Qualität im gesamten Software-Lebenszyklus. Für die
Systemmodellierung in der Praxis hat sich der UML-Standard der OMG etabliert
und wird durch ein reichhaltiges Werkzeugangebot unterstützt. Eine seit Jahren
existierende Profilerweiterung von UML für die Testmodellierung ist hingegen
bisher wenig verbreitet; existierende Werkzeuge und Prozesse setzen oftmals auf
spezialisierte, angepasste Testmodelle, die teilweise auch Aspekte von UML
übernehmen bzw. adaptieren. Diese Heterogenität erschwert die Interoperabilität
und den Wechsel von Werkzeugen und Herstellern.

Als Grundlage dieser Dissertation wird der Ansatz verfolgt, die Testmodellierung
an die existierenden Prozesse und ggf. proprietären Systemmetamodelle von KMUs
anzupassen, also z.B. passende domänenspezifische Sprachen/Modelle (DSL) zu
entwerfen. Die somit auf die Entwickler und Anwendungsdomänen angepassten
Testmodelle sollen in einem zweiten Schritt in die standardisierte
Modellrepräsentierung von UML bzw. dessen Testing Profile überführt werden,
damit sie mit einem generischen Testframework verarbeitet und ausgeführt werden
können. Die Anpassung des Testframeworks an die jeweilige Testumgebung soll über
die Auswahl und Erweiterung einer existierenden Open-Source-Lösung vereinfacht
werden.

Interessante wissenschaftliche Fragestellungen ergeben sich aus der Erweiterung
des beschrieben grundlegenden Ansatzes, um weitere Aspekte der System- und
Testmodellierung bezüglich nicht-funktionaler Eigenschaften, der Abbildung und
Nachverfolgung von Systemanforderungen über das System- und vor allem Testmodell
und den speziellen Problemen für die Durchführung von Integrationstests in
verteilten Umgebungen.

Beitrag zum Doktorandenkolleg

Gerade für Anwendungen in AAL-Umgebungen hat die Software-Qualität eine
besondere Bedeutung. Die Akzeptanz dieser Systeme hängt von einer positiven
Benutzererfahrung ab, die Zuverlässigkeit und Robustheit erfordert. Darüber
hinaus müssen AAL-Anwendungen, die sich in den Medizinbereich hinein erstecken
hohe Anforderungen an die Qualität der Software-Entwicklung erfüllen.
Gleichzeitig sollen in AAL-Szenarien Produkte verschiedener Hersteller mit in
Entstehung befriffener AAL-Software in hochgradig verteilten Umgebungen
zusammenspielen. Ein einheitliches, standardisiertes System- und Testmodell,
basierend auf UML, kann die Integration vereinfachen; die Ermöglichung von
domänenspezifischer Modellierung, kann die Entwicklung der Komponenten
unterstützen.

Tags

Modellbasiertes Testen, UML, UML Testing Profile, DSL